Vor der Klima Konferenz in Paris: China bietet Grund für Optimismus

Ein Beitrag zur Klima-Debatte aus chinesischer Sicht, insbesondere vor dem Hintergrund des „Klima-Deals“ zwischen China und den USA vom November 2014

ECFR Alumni · Director, Asia and China Programme
Senior Policy Fellow
ECFR Alumni · Associate Fellow
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Wachsende internationale und nationale Forderungen mehr für Klima und Umwelt zu tun lösen Druck auf China aus. Eine neue Ausgabe von „China Analysis“ stellt die Debatte aus chinesischer Sicht  insbesondere vor dem Hintergrund des „Klima-Deals“ zwischen China und den USA vom November 2014 dar.

Chinas Wirtschaft verliert durch Umweltzerstörung jährlich 32 Milliarden US Dollar. Zusätzlichen haben in den letzten zehn Jahren Umweltkatastrophen jährlich den Tod von 2000 Menschen verursacht. Es zeigt sich angesichts der Masse an politischen Initiativen der letzten Monate wachsendes Engagement der chinesischen Regierung diese Probleme anzugehen. Chinesische Kommentatoren loben die Vereinbarung zwischen den USA und China vom November 2014 und schreiben ihr historische Bedeutung zu.

Aber die Umsetzung in China hat Grenzen und der Weg zu nachhaltigem Umweltschutz ist weit: Makel im Regierungssystem behindern Effizienz und Reformen, Sanktionen sind wenig wirksam und Lokalverwaltungen verhalten sich unverantwortlich. Gerechtigkeit und Erhalt der Umwelt stehen oft nicht im Vordergrund.

Francois Godemont, Direktor des ECFR Asien und China Programms dazu:

“China has begun to take action to turn the tide against pollution and unconstrained carbon emissions. For the Chinese people, their polluted environment is of course an even more urgent issue than the longer-term problem of carbon emissions and climate change.”

“However, reversing or halting the trend of environmental degradation will require huge and systemic policy change – and, above all, a change in mindset. As China is a state-driven economy and society, government policy and local administrations are key to bringing about change.”

“In the end, it comes back to China’s willingness and ability to implement  'red lines' on environmental protection that cannot be breached. This process involves one of the thorniest issues in the Chinese political system: accountability.”

“Unless the problem becomes a very high priority, China’s government, even if it is uniquely endowed with the power to set objectives, does not have the local and regulatory mechanisms in place to ensure long-term implementation.”

 

Die aktuelle Version der China Analysis „Taking stock on China before COP 21“, kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Francois Godemont und Agatha Kratz sind für Interviews und weitere Kommentare verfügbar. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an Richard Speight, ECFR Pressebüro +44 (0) 207 227 6867 (office), +44 (0) 7794 307840 (mobile) oder [email protected].