China 3.0 – What does the new China think?

Öffentliche Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Stiftung Mercator über den zukünftigen Kurs Chinas

Click on the button to load the content from www.mixcloud.com.

Load content

"China 3.0" German launch event on 23.03.2015 by Ecfr on Mixcloud

Guests

Mark Leonard, Direktor, ECFR

Dr. Volker Stanzel, Botschafter a.D. in der Volksrepublik China (2004 – 2007) und in Japan (2009 – 2013)

Prof. Shi Yinhong, Professor an der Renmin Universität und ein offizieller Berater des Staatsrates der Volksrepublik

Chaired by

Sabine Stricker-Kellerer, Senior China Counsel bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP und Vorsitzende des Außenwirtschaftsbeirats des Bundeswirtschaftsministeriums

Am Montag, dem 23. März 2015 von 18:00-20:00 Uhr fand im ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema “China 3.0 – What does the new China think?” statt.

In China wird Geschichte gerne in 30-Jahres-Zyklen eingeteilt. In der Historie des modernen China steht die Zeit Mao Zedongs dabei für China 1.0. Die nächste Phase der Entwicklung, China 2.0, begann mit dem Amtsantritt Deng Xiaopings 1978 und endete mit der weltweiten Finanzkrise 2008.

Doch seit 2008 ist eine Debatte unter chinesischen Intellektuellen ausgebrochen, ob das Reich der Mitte nicht mittlerweile eher als Opfer seines eigenen Erfolgs betrachtet werden muss. Die drei großen Ziele der Deng-Ära – Wohlstand, Stabilität und Macht – wurden erreicht und haben die Politik des China 2.0 eindrucksvoll bestätigt, aber sie werden zunehmend als Ursache für neue Probleme betrachtet und sind mit dem „Peking-Konsens“ – einem autoritären Staat mit weitreichenden ökonomischen und politischen Interventionsrechten – nicht mehr in den Griff zu kriegen. Aber anders als früher stehen den jetzigen Reformern keine internationalen Modelle mehr zur Verfügung, auf die sie sich stützen könnten. Diese Debatte über den zukünftigen Kurs Chinas – die Suche nach dem neuen China 3.0 – hatte im Vorfeld des Parteikongresses nun endgültig den akademischen Bereich verlassen und das politische Zentrum, die Kommunistische Partei Chinas, erreicht.

Chinesische Experten und Intellektuelle analysieren im ECFR-Essayband „China 3.0“ die politischen Trends, die das neue China ausmachen. Nun steht diese Publikation auch in deutscher Übersetzung mit einem neuen Vorwort von Mark Leonard zur Verfügung. 

Die Pannelisten gingen den Fragen nach, was sich in den letzten Jahren in Pekings Politik verändert und wie sich das neue China 3.0 weiter entwickelt hat? 

Prof. Shi Yinhong ist eine der bekanntesten Stimmen zu Chinas großer Strategie. Er ist Professor an der Renmin Universität und ein offizieller Berater des Staatsrates der Volksrepublik. Er ist harter Realist, hat aber für Kontroversen gesorgt, als er vor ein paar Jahren für eine versöhnlichere Vorgehensweise Japan gegenüber eintrat. Dr. Volker Stanzel war u.a. in der Volksrepublik China (2004 – 2007) und in Japan (2009 – 2013) Botschafter der Bundesrepublik Deutschland. Mark Leonard ist Direktor des ECFR und Herausgeber von China 3.0. Unter anderem erschien von ihm 2009 das Buch „Was denkt China?“.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Stiftung Mercator durchgeführt.

 

Click on the button to load the content from www.flickr.com.

Load content