Wie kann Europa neue Anreize schaffen um Regierungen und Bürger von europäischen Lösungen für die Reform von Politik, Wirtschaft und der europäischen Institutionen zu überzeugen?
In den USA Obama, in der EU der Lissabon-Vertrag: Das müsste ein gutes Omen sein für die transatlantischen Beziehungen. Das Gegenteil ist der Fall.
Im kommenden Monat will die Kanzlerin ihre Teilnahme am Washingtoner Gipfeltreffen über bessere nukleare Sicherheit nutzen, um in Amerika Deutschland als treuen atlantischen Partner präsentieren. Es ist ein Vorhaben, das dringlicher ist, als mancher in Berlin glaubt. Denn in den USA wachsen ungeduldige Zweifel daran, ob die Verbündeten in Europa, Deutschland eingeschlossen, angesichts der Herausforderungen, vor denen die USA sich sehen, überhaupt noch verlässliche Partner sind.
AnzeigeUS-Verteidigungsminister Gates hat der Ungeduld kürzlich Luft gemacht: "Große Teile der Öffentlichkeit wie der politischen Klasse Europas verabscheuen den Einsatz militärischer Gewalt und die Risiken, die damit verbunden sind. Was im 20. Jahrhundert ein Segen gewesen wäre, ist zu einem Hindernis dabei geworden, Sicherheit und dauerhaften Frieden im 21. Jahrhundert zu erreichen." Aber auch jenseits der Frage militärischer Unterstützung erscheint für viele Amerikaner die EU wie ein auf sich selbst bezogener Verein, hinter dessen Handlungsunfähigkeit die Mitgliedstaaten ihren Handlungsunwillen verstecken. Click here for more.
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